Ein bedeutendes Marktpotential zeichnet sich im Zuge der Verringerung
von Strukturgrößen (Top-Down-Strategie) ab. Dabei sind die
Verfügbarkeit und Anwendung von Herstellungs- und Strukturierungstechnologien
bis hin zu Manipulationen im atomaren Maßstab eine unabdingbare
Voraussetzung für einen technologischen Generationswechsel. Die treibende
Kraft ist dabei die Weiterentwicklung der Mikroelektronik zur Nanoelektronik.
Ein weiterer wichtiger Ansatz der Nanostrukturtechnik besteht im gezielten
Aufbau von Atom- bzw. Molekülaggregaten zu größeren Systemen
(Bottom-Up-Strategie). Dabei nutzt man in der Hauptsache Prinzipien der
Selbstorganisation, organisch/anorganische Grenzflächen und die selektive
chemische oder physikalische Kopplung von Molekülsystemen an vorbereitete
Oberflächen.
Schließlich kann ein weiterer Technologiesprung erzeugt werden,
wenn die Vorteile von "Top-Down" (Parallelität und damit
hoher Durchsatz) mit denen von "Bottom-Up" (selbstorganisierendes
Wachstum und damit reproduzierbare Nanometerdimensionen) miteinander verbunden
werden.